SUB spricht sich klar gegen höhere Studiengebühren aus

21.11.2016 15:52:32 | Carole Klopfstein
An der heutigen Mittagsveranstaltung von Bildung Bern konnte die SUB ihre Ansichten einer Auswahl an Grossräten und Grossrätinnen des Kanton Berns vorstellen. Die von Ueli Ausburger im Juni 2016 eingereichte Motion fordert faire Rahmenbedingungen und gleich lange Spiesse für die Berufsbildung und die universitäre Hochschulbildung. Dies soll mittels höheren Studiengebühren erreicht werden. Zusätzlich sind diese Gebühren progressiv auszugestalten, wenn die vorgesehene Norm-Studiendauer überschritten wird und für Zweitstudien sollen ebenfalls zusätzlich höhere Studiengebühren festgesetzt werden. Dadurch würden bestehende Fehlanreize korrigiert und die Jugend könne sich bei der Berufswahl vermehrt auf das Berufsbild und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt konzentrieren. 

Die SUB empfindet die vom Regierungsrat verfasste Antwort als sehr treffend. Einerseits ist der 2. Punkt der Motion (eine progressive Ausgestaltung der Gebühren) mit der Studiendauerstrafe bereits umgesetzt, andererseits macht es aus diversen Gründen keinen Sinn, die Studiengebühren zu erhöhen. Nicht zuletzt, weil die getroffenen Annahmen aus der Sicht der SUB falsch sind und die für die Regulierung vorgeschlagenen Instrumente nicht zielführend sind. Die SUB bedauert es, dass zwei Berufswege gegeneinander ausgespielt werden, zumal sowohl die Berufslehre wie auch die Hochschule wichtige Bausteine unseres erfolgreichen Bildungssystems ausmachen. Mit der Erhöhung der Studiengebühren wird die Chancengleichheit gefährdet und die freie Wahl der Ausbildung in Frage gestellt. Zudem können Mehrkosten fürs Studium ein Grund sein, in einem anderen Kanton eine Universität zu besuchen. Das ganze Argumentarium mit Erläuterung der einzelnen Punkte kann hier eingesehen werden.