Gute Lehre

Die universitäre Lehre betrifft niemanden so stark wie uns Studierende. Daher müssen die Studierenden auch über sie mitbestimmen können. Die SUB versteht die Studierenden als aktiv mitgestaltenden Teil der Universität und setzt sich in diesem Sinne für eine gute Lehre ein.

Studierende müssen in die Gestaltung von Lehrveranstaltungen miteinbezogen werden!

Wir fordern einen Ausbau der Vertretung der Studierenden in Kommissionen und anderen Gremien. Rückmeldungen der Studierenden müssen ernster genommen werden und sollen für die Dozierenden Konsequenzen haben. Studierende sind in die Gestaltung und Überprüfung von Studiengängen und Lehrveranstaltungen stärker einzubeziehen, unter anderem müssen die Evaluationen ernst genommen und Verbesserungen umgesetzt werden.

Zu diesem Zweck hat eine Arbeitsgruppe der SUB zusammen mit den Fachschaften 2014 ein ausführliches Positionspapiererarbeitet. Dieses enthält die Vorstellungen und Forderungen der SUB:

Evaluation von Lehrveranstaltungen

Für  die  SUB sind die Partizipationsmöglichkeiten der Studierenden bei einer Evaluation zentral. Das Evaluationssystem ist nach den Interessen und Anliegen der Studierenden zu gestalten, so dass sie ihre Meinung kundtun können. Neben inhaltlicher Rückmeldung muss Platz für weitere Aspekte der Qualität der Lehre geboten werden – z.B. die Nutzung der technischen Möglichkeiten, das Ausmass an kritischer Auseinandersetzung mit den Inhalten oder die didaktischen Kompetenzen der dozierenden Person. Unsere detaillierten Positionen kannst du im Positionspapier nachlesen:

Lernziele & Lernkontrollen

Bologna bedeutet nicht nur die Aufteilung der alten Studiengänge in zwei Studienabschnitte und die Einführung der ECTS-Punkte zwecks Kalibrierung des Studiums. Bologna impliziert auch einen Paradigmenwechsel in der universitären Lehre, welcher der Kompetenzorientierung dienen soll. So soll anstelle der bisherigen inputorientierten Lehre nun output-orientiert gelehrt werden. Dieses Student centered learning stützt weniger darauf ab, welche Veranstaltungen die Dozierenden an einem Lehrstuhl gerade anbieten möchten. Vielmehr geht es darum, ein Lehrangebot bereit zu stellen, welches es den Studierenden ermöglicht, die Studienziele in kleinen Schritten zu erreichen. Für die Konzeption der einzelnen Veranstaltung bedeutet dies, dass die Studienziele auf diese Veranstaltung herunter gebrochen werden müssen. Lernziele müssen formuliert, kommuniziert und überprüft werden. Die Ansichten der SUB findest du im Positionspapier:

Podcasts

Der Studierendenrat der Universität Bern hat die vermehrte Förderung von Podcasts und Livestreams diskutiert. In manchen Studiengängen werden diese noch nicht genügend angeboten und es besteht wenig Anreiz für Dozierende, solche Hilfsmittel anzubieten. Das liegt einerseits daran, dass die Universität Bern für Podcasts keine Vorgaben machen möchte und andererseits an den negativen Auswirkungen, welche die Dozierenden befürchten.

Podcasts und Livestreams haben vielseitige positive Auswirkungen. Diese nicht abschliessende Liste von Argumenten könnt ihr für das Gespräch mit der dozierenden Person nutzen:  

Podcasts ermöglichen das Arbeiten neben dem Studium, da eine Person mit einem (Neben)Job zeit- und ortsunabhängig an Veranstaltungen teilnehmen kann und diese bspw. am Abend nacharbeiten kann. In diesem Sinne stehen Podcasts auch für eine erhöhte Chancengleichheit, denn so können es sich mehr Personen leisten, ihr Studium selber zu finanzieren.  

Podcasts ermöglichen besseres Lernen. Sie bieten neben den Folien ein zusätzliches Lernmittel, welches jederzeit abgerufen werden kann. So können sich Studierende bspw. bei Unklarheiten die betroffene Vorlesung noch einmal anhören. Somit steigen auch die Erfolgschancen zum Bestehen des Leistungsnachweises.

Studierende, welche wegen Krankheitsausfällen nicht an den Veranstaltungen teilnehmen konnten, müssen sich nicht mehr mühsam die Notizen der Mitstudierenden zusammen suchen, sondern können den Inhalt ganz entspannt zu Hause repetieren.  

Podcasts bescheren in der Regel keinen Mehraufwand, da die Infrastruktur inzwischen sehr gut ausgebaut ist.

Berichte von Student*innen

Wir haben 5 Student*innen der Uni Bern über ihre Gründe für mehr Podcasts sprechen lassen:

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